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In der Regel mache ich um Wein-Genossenschaften einen grossen Bogen, da in solchen Betrieben meistens nur Massenweine hergestellt werden. Da die Bezahlung pro Kilo und weniger für die Qualität erfolgt, streben die Weinbauern einen hohen Ertrag pro Rebstock an. Um dies zu ändern, müsste man einfach das System der Bezahlung umkehren. Was einfach klingt, ist aber nicht so schnell umzusetzen, müssen doch die Bauern zuerst davon überzeugt werden. Und genau dies hat Dr. Franco Usai von der Genossenschaft Jerzu Antichi Poderi in Sardinien gemacht. Das Qualitätsprojekt wurde 2001 mit einem Dutzend Winzern gestartet. Diese Gruppe liess zu, dass man den Vorgaben des Agronomen bezüglich Zurückschneiden und Pflege im Rebberg Folge leistete. Ein wichtiger Prozess, um vollständig ausgereifte Trauben zu ernten, besteht darin, dass von Anfang Juli bis zur Ernte alle 14 Tage die Trauben auf ihre Reife und Güte genau analysiert werden. Liegen doch die einzelnen Rebparzellen in ganz unterschiedlichen Höhen, die tiefste bei 150, die höchste bei sagenhaften 600 Meter über Meer. Dass dieses Projekt Erfolg hat, beweist die Qualität der Weine; aber auch, dass mittlerweile fast 40% der Weinbauern beim Qualitätsprojekt mitmachen – Tendenz steigend. Dies erlaubt der Führungscrew rund um Dr. Franco Usai, jedes Jahr die Anforderungen an die Winzer zu erhöhen, um noch besseres Traubengut verarbeiten zu können.
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